World Food Programme (WFP)

Hunger: das grösste lösbare Problem weltweit

WFP unterstützt jährlich über 80 Millionen Menschen in etwa 75 Ländern mit Ernährungshilfe. Finanziert wird diese zu 100 Prozent durch freiwillige Spenden von Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen. YUM! Brands, Inc. ist der größte private Unterstützer des WFP.

Allein 2014 haben KFC Deutschland und WFP über 230.000 Kinder aus armen Familien in Asien, Afrika und Lateinamerika mit einer kostenlosen Schulmahlzeit unterstützt und ihnen damit die Chance auf Bildung und eine Zukunft ohne Hunger gegeben. Mehr Infos unter www.wfp.org/de

Zum spenden

WFP Schulmahlzeitenprogramm

Weltweit gehen mehr als 60 Millionen Kinder täglich hungrig zur Schule. Schulspeisungsprogramme sind ein wichtiger Schritt, um diese Zahl zu senken. Über 18 Millionen Kinder in mehr als 60 Ländern erhalten jährlich Schulmahlzeiten von WFP, jedes zweite von ihnen ist ein Mädchen. Diese kostenlosen Mahlzeiten erhalten die Kinder in der Schule und zum Teil auch als sogenannte „Take home“-Ration für die ganze Familie. Sie ermöglichen es armen Familien, ihre Kinder regelmäßig in die Schule zu schicken, anstatt sie ihr Essen zum Beispiel als Straßenverkäufer oder auf dem Feld erarbeiten zu lassen. So wird der Kreislauf von Hunger, Armut und mangelnder Bildung in den ärmsten Regionen der Welt durchbrochen.

Es kostet nur 20 Cent pro Tag, um einen Teller mit Brei, Reis oder Bohnen zu füllen und Kindern weitere Nahrungsmittel zu geben, die sie monatlich mit nach Hause nehmen können. Mit nur 40 Euro kann ein Kind ein ganzes Jahr lang unterstützt werden.

Interview

Drei Fragen an Ralf Südhoff

WFP bekämpft den Hunger in 75 Entwicklungsländern und ist die größte humanitäre Organisation der Welt.

1. Im letzten Jahr wurden bei der großen KFC Spendenaktion allein in Deutschland fast 48.000 Euro für das UN World Food Programme gesammelt. Wofür wurde dieses Geld eingesetzt?

Wie viel so eine Spende bewirkt, davon konnte ich mich schon unzählige Male selbst überzeugen: Ich habe in vielen Ländern die WFP-Schulspeisungsprogramme besucht, wie sie KFC unterstützt. Es waren immer wieder meine inspirierendsten Projektbesuche: Es kostet WFP nur 20 Cent, einem Kind eine Schulmahlzeit zu geben, und häufig ist es das einzige Essen am Tag. 40 Euro reichen bereits für ein Kind für ein ganzes Jahr. So traf ich unzählige Kinder, die dank dieser Spenden eine Ausbildung und die Chance auf eine Zukunft ohne Hunger bekommen haben und dafür sehr, sehr dankbar sind.

Allein dank der großzügigen Unterstützung von KFC im Jahr 2014 können wir fast 240.000 Kindern in Entwicklungsländern mit einer kostenlosen Schulmahlzeit helfen.

 2. Warum sind gerade die Schulmahlzeiten so wichtig?

Die meisten Hungernden weltweit leben keineswegs in den großen Krisengebieten, es sind Menschen, die langfristig zu wenig zu essen haben. Das hat fatale Folgen, weil Hunger und Armut sie in einen Teufelskreis treiben: Kinder aus armen Familien können beispielsweise nicht in die Schule gehen, weil sie sich ihr Essen selbst erarbeiten oder erbetteln müssen. Dadurch bekommen sie keine Bildung und keine Chance, dem Hunger zu entfliehen – bis sie selbst Hunger und Armut an ihre Kinder vererben werden.

Schulspeisungen durchbrechen diesen Teufelskreis: Die Eltern können ihre Kinder in die Schule schicken, weil sie sicher sind, dass so wenigstens ein Familienmitglied schon mal satt wird.

So steigt die Anzahl der Schulanmeldungen und auch die regelmäßige Anwesenheit der Schüler, die sich mit einem vollen Magen auch viel besser auf den Unterricht konzentrieren können.

Durch die Schulmahlzeiten erhalten so auch insbesondere Mädchen Zugang zu Bildung und damit die Chance auf eine bessere Zukunft, zumal ausgebildete Mädchen typischerweise später deutlich besser ernährte Kinder haben.

Arme Haushalte verfügen oft nicht über genug Essen, und die meisten Schulen in Entwicklungsländern haben keine Kantine oder Cafeteria. Schulmahlzeiten sind wichtig, um arme Kinder mit lebenswichtiger Nahrung zu versorgen. Mit einem vollen Magen können sie sich außerdem besser als mit einem knurrenden Magen auf den Unterricht konzentrieren.

3. Warum ist die Unterstützung von KFC für das UN World Food Programme wertvoll?

Wir leben in Zeiten von multiplen, gleichzeitigen Krisen – nie zuvor brauchten so viele Menschen humanitäre Hilfe weltweit, nie zuvor gab es so viele Flüchtlinge. Für WFP allein ist es deshalb unmöglich, diese Millionen Menschen in akuter Not zu unterstützen, zugleich aber chronisch hungernde Mütter, Väter und Kinder nicht im Stich zu lassen und Entwicklungsprogramme nicht zu stoppen. Deshalb ist es für uns so wertvoll, dass KFC unsere Schulspeisungsprogramme und damit Hunderttausende Menschen unterstützt, die nicht täglich in den Schlagzeilen vorkommen.

Nepal

Der steile Weg zum Wiederaufbau

Mehrere Monate nach dem verheerenden Erdbeben ist WFP weiter vor Ort in den Bergen Nepals. Die Helfer unterstützen die Menschen beim Wiederaufbau ihrer Gemeinden, damit sie sich bald wieder selbst versorgen können. Sehen Sie sich das Video an und machen Sie sich einen Eindruck was WFP vor Ort leistet.

4 Erfolgsgeschichten

WIE DER HUNGER BESIEGT WERDEN KANN

Der Marathonläufer

Bevor Paul Tergat zwei olympische Medaillen gewonnen und den Marathonweltrekord gebrochen hat, war er Schüler in Kenias verarmten Rifttal. Er selbst sagt, dass die Schulspeisung in seiner Kindheit eine entscheidende Rolle für die Entwicklung seines athletischen Talents spielte. Tergat ist heute WFP-Botschafter gegen den Hunger – im Namen der hungernden Schulkinder weltweit.

Erfahren Sie mehr über Paul Tergat

Die Vorzeigestudentin

Während die meisten Teenager eher düster an den Schulbeginn denken, gibt es in Kenia eine, die die Rückkehr zur Schule als einen Erfolg sieht. Als Fatuma Omar in Dadaab, dem weltweit größten Flüchtlingslager, aufwuchs, gewann sie ein Stipendium für Nairobis beste Mädchenschule. Sie denkt bereits über das College nach, an dem sie Medizin studieren will, um Ärztin zu werden.

Hier erfahren Sie mehr über Fatuma Omar

Der Journalist

Polio und Armut bedeuteten für Apollinaire Gahungu eine schwierige Kindheit. Aber die Dinge entwickelten sich zum Positiven, als er in eine WFP-geförderte Schule in Bujumbura, Burundi geschickt wurde und diese als Bester seines Jahrgangs abschloss. Nach einer erfolgreichen Karriere als Journalist arbeitet er heute für die südafrikanische Botschaft in Burundi.

Lesen Sie mehr über Apollinaire Gahungu

Der WFP-Fahrer

Wilson Ereng, ein Fahrer für WFP in Kenia, ging zum ersten Mal zur Schule, als der Familienbetrieb zusammenbrach und es zu Hause nichts zu essen gab. Die versprochenen Mahlzeiten von WFP ließen ihn für die nächsten zehn Jahre weiter zur Schule gehen und ermöglichten es, dass er einen Bildungsabschluss erhielt. So erinnert er sich an diese Jahre.

Lesen Sie mehr über Wilson Ereng